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PC, Konsole, Tablet – wie lange sollten Kinder maximal spielen?

HolzspielzeugeAb einem gewissen Alter entwickeln Kinder in der heutigen Zeit ein natürliches Bedürfnis nach technischen Spielereien. Das ist ganz normal und mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Das Smartphone gehört für die allermeisten Tennies zum Standard und auch die Kleinen wachsen mittlerweile mit Konsolen, Tablets und einem PC auf. Was das Spielen an den Geräten angeht, so wünschen sich die Kids natürlich viel freie Zeit. Doch wie viel ist zu viel? Dieser Ratgeber verrät es Ihnen!

Warum elektronische Spiele beliebt sind

PC, Konsole, Tablet – wie lange sollten Kinder maximal spielen?Wenn Ihr Kind mal wieder an der Konsole hängt und fasziniert auf den Bildschirm starrt, denken Sie möglicherweise oft darüber nach, wie „anders“ die Welt doch früher gewesen ist. Sie waren mit Ihren Freunden in der Natur, haben sich auf dem Spielplatz getroffen und Ihre neuesten Sammelaufkleber verglichen. Doch die Welt hat sich verändert – die Technik steht in vielen Bereichen im Vordergrund.

Auch unsere Kinder haben sich von Generation zu Generation verändert und an die neue Welt angepasst. Elektronische Spiele lösen einen starken Reiz bei fast jedem Kind aus. Es kommt zu einer gewissen Faszination, da

  • Tablets
  • PCs
  • Konsolen

und weitere elektronische Geräte in der Lage sind, die Kinder von jetzt auf gleich in ein neues Universum mitzunehmen. Sie entdecken fantasievolle Welten, lösen spannende Aufgaben und erleben ein Abenteuer nach dem nächsten.

Das macht Spaß, keine Frage! Doch wenn es nach den Kindern gehen sollte, würden sie am liebsten den lieben langen Tag damit verbringen. Genau hier kommen pflichtbewusste Eltern ins Spiel, die ihren Kindern zwar den Zugang zur Technik ermöglichen wollen – dies aber nur in Maßen, wie es für das Alter des Kindes angebracht ist.

Welche Spieldauer pro Tag angebracht ist

Wenn auch Ihr Kind Spiele auf technischen Geräten liebt, dann sollten Sie die Spieldauer pro Tag begrenzen – das ist zumindest unsere Empfehlung und auch die Empfehlung zahlreicher offizieller Studien und Organisationen.

Nachfolgend eine Übersicht, die zur Orientierung dienen soll. Die finale Spieldauer hängt immer von Ihnen, von Ihrem Kind, vom Entwicklungsstand und vielen weiteren Faktoren ab. Schlussendlich liegt es zudem in Ihrem eigenen Ermessen, wie Sie als Eltern entscheiden.

Alter Tägliche Spieldauer
bis 7 Jahre maximal 30 Minuten
8 bis 9 Jahre maximal 45 Minuten
10 bis 11 Jahre maximal 60 Minuten
12 bis 13 Jahre maximal 75 Minuten

Wichtig ist, dass sich das Spielen die Waage hält und nicht das einzige Hobby ist, das Ihren Kindern Spaß macht. Animieren Sie Ihr Kind, auch andere Interessen zu verfolgen.

Weitere Tipps zum Umgang mit Games

Spiele zu verbieten, führt meistens nur dazu, dass Ihre Kinder noch faszinierter, neugieriger und vielleicht auch rebellischer werden. Stattdessen ist es ratsam, wenn Sie versuchen,

  • das Spielen möglichst kindgerecht zu gestalten
  • altersgerecht zu gestalten
  • Ihr Kind aktiv an die Technik heranzuführen (damit es den bewussten Umgang erlernt)
  • klare Regeln aufzustellen
  • und gemeinsam zu spielen.

Wenn Ihr Kind damit beginnt, die elektronische Welt zu entdecken, sollten Sie es unserer Erfahrung nach begleiten und ihm bzw. ihr Stück für Stück den Umgang mit den elektronischen Spielen näherbringen.

Auch das gemeinsame Spiel mit den Eltern kann sich positiv auswirken. So können Sie aktiv Zeit mit Ihrem Kind verbringen, zeigen zudem, dass Sie das Hobby und das Interesse des Kindes würdigen und akzeptieren – und verstehen gleichzeitig, welche und warum das Spiel Faszination auf Ihr Kind ausübt.

Tipp! Generell sollten Sie darauf achten, dass die Spiele, die Ihr Kind konsumiert, kindgerecht und für das jeweilige Alter geeignet sind. Dabei ist es wichtig, dass diese Handhabung nicht nur im eigenen Elternhaus gilt, sondern auch bei Freunden, Verwandten und den Großeltern, die jeweils in die Pläne und Bedürfnisse der Eltern eingeweiht sind.

Damit Ihr Kind stets weiß, wie es mit den Spielen auf den Elektrogeräten umzugehen hat, sind klare Regeln nötig. Klären Sie das Kind darüber auf, wie viel Spielzeit es erhält und mit welchen Spielen es diese Zeit verbringen kann. Erklären Sie dem Kind auch, warum die Zeit beschränkt wird und welche Auswirkungen es hätte, wenn Sie die Zeit nicht beschränken würden. Zwar verstehen jüngere Kinder den wirklichen Sinn vielleicht erst später, doch diese offene Kommunikation wird helfen, eine gemeinsame Basis mit Ihrem Kind zu finden.

Welche Spiele sind für Kinder überhaupt geeignet?

Wenn wir von kindgerechten und altersgerechten Spielen sprechen, dann ist es nicht immer so einfach, zu entscheiden, welche Spiele das überhaupt sind. In Bezug auf das Alter können Sie ganz einfach auf die USK-Kennzeichnung achten, die auf jedem Spiel zu finden ist. Diese gibt an, ab welchem Alter das jeweilige Spiel geeignet ist.

Wichtig: Diese USK-Kennzeichnung ist nur für Spiele Pflicht, die in Deutschland verkauft werden. Wenn das Spiel keine Kennzeichnung enthält, raten wir von einem Kauf ab, da Sie sonst nicht entscheiden können, ob das Spiel gewalttätige Szenen oder andere Inhalte enthält, die für Ihr Kind nicht geeignet sein können.

Bewertet werden von der USK allerdings auch nur elektronische Spiele, die

  • auf CDs
  • oder DVDs

ausgeliefert werden. Online-Spiele zählen nicht dazu, daher müssen Sie sich bei Browsergames und anderen Online-Spielen selbst ein Bild verschaffen, um was für ein Spiel und welche Inhalte es sich handelt.

Vor- und Nachteile der Steuerung des Medienkonsums von Kindern

  • Sie vermeiden eine eventuelle Spielsucht
  • viele Programme und Systeme bieten Kontrollsysteme für Eltern
  • Kinder könnten versuchen die Sperren zu umgehen

Achten Sie auf das Suchtpotenzial

Spielen ist nicht gleich spielen – das beweist das große Angebot an verschiedenen Genres und Arten von Spielen, die auch für Kinder angeboten werden. Einige dieser Spiele reizen Kinder besonders und führen gelegentlich dazu, dass sie bei falscher bzw. zu intensiver Spielart süchtig machen können. Dabei kommt es natürlich immer auf das jeweilige Kind an, die Eltern, den Umgang und das generelle Gefühl dem Spiel gegenüber. Nicht jedes Kind, das ein Spiel spielt, wird auch süchtig, daher müssen Eltern das Hobby durchaus offen und differenziert betrachten.

Dennoch gibt es Arten von Spiele, die durchaus ein höheres Suchtpotenzial aufweisen als andere Spiele. Eine Beschränkung der Spielzeit ist bei diesen Spielen daher besonders angebracht.

  • Gemeinschaft: Bei diesen Spielen spielt Ihr Kind im Team und braucht die „Gemeinschaft“, um im Spiel voranzukommen und selbst ein Teil zu sein. Diese Spiele bieten ein hohes Suchtpotenzial, da es den Kindern schwerfallen kann, mit dem Spielen aufzuhören, wenn Ihre echten oder Online-Freunde noch aktiv sind und das Kind möglicherweise sogar aus der Gemeinschaft ausschließen, wenn es nicht mehr spielt.
  • Belohnung: Umso mehr Zeit die Kinder für diese Spiele investieren, umso mehr und umso bessere Belohnungen erhalten sie. Da die Kinder der Hoffnung verfallen sind, dass es in jedem Moment so weit sein kann und sie eine Belohnung erhalten, fällt es ihnen sehr schwer, freiwillig mit dem Spiel aufzuhören.
  • Wunschbild: Bei dieser Spielart geht es dem Kind darum, in fantasievolle Figuren und Rollen zu schlüpfen, die möglicherweise in der realen Welt nicht umsetzbar oder möglich sind. Sie wünschen sich, stark und mächtig, vielleicht auch einfach nur sehr sportlich oder cool zu sein. Das wirkt reizvoll, was zur Gefahr hat, dass sich die Kinder in dem Spiel verlieren. Allerdings ist das Suchtpotenzial bei diesen Spielen geringer als bei anderen Arten.
  • Dauerreiz: Online-Spiele, die kein Ende besitzen und bei denen die Spielweit munter weiterläuft, wenn das Kind nicht mehr da ist, wirken besonders reizvoll. Hier kommt die Eigenschaft der Kleinen zum Tragen, die auch verhindert, dass sie in Ruhe ins Bett gehen, wenn der Besuch noch im Wohnzimmer sitzt. Sie haben Angst, etwas Wichtiges oder Lustiges zu verpassen und möchten daher möglichst lange dabei sein. So ist es auch bei derartigen Spielen, die möglicherweise auch noch monatliche Kosten verursachen, sodass es gleich doppelt weh tut, das Spiel verlassen zu müssen.

Nicht die Spiele allein sind allerdings der Grund für eine Spielsucht. Oft kommt es auch darauf an, wie viel Selbstwertgefühl das Kind besitzt und ob es sich in seiner direkten Umgebung geliebt und verstanden fühlt. Gibt es diesbezüglich Defizite, so kann es sein, dass es verstärkt in eine fiktive Welt flüchtet.

Auch Kinder, die mit anderen Kindern nur schwer in Kontakt kommen oder Probleme haben, Freunde zu finden, haben bei Gemeinschafts- und Online-Spielen mehr Chancen für Kontakte.

Wenn Sie spüren, dass Ihr Kind das Spielverhalten selbst nicht (mehr) einschätzen oder bewusst regulieren kann, sollten Sie daher nicht nur das Spiel selbst in die Verantwortung ziehen, sondern versuchen herauszufinden, was die eigentliche Ursache für das Flüchten des Kindes ist. Ergründen Sie, wie Sie gemeinsam das Selbstvertrauen oder den Kontakt zu Ihrem Kind stärken können, damit es auch in der „realen Welt“ genügend Gründe für Ihr Kind gibt, sich aktiv am Leben zu beteiligen, statt in die fiktiven Online-Welten zu flüchten.

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